Hertie-Schließungen
28.01.2009: Nur Teilentwarnung für den Kaiser-Wilhelm Platz
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Hertie-Kaufhaus am Kaiser-Wilhelm-Platz |
Der vorläufige Insolvenzverwalter von Hertie hat ein Konzept zur Rettung des Unternehmens vorgelegt. Demnach werden 19 von 73 Filialen geschlossen und Arbeitsplätze in der Zentrale abgebaut. 520 Leute verlieren ihren Job. Das Schöneberger Warenhaus gehört nicht zu der am Dienstag veröffentlichten Liste der zu schließenden Filialen. Ob dies die Rettung oder nur eine Gnadenfrist ist, hängt in erster Linie vom Erfolg der weiteren Verhandlungen ab, die bis Ende Februar abgeschlossen sein müssen.
Insolvenzverwalter Biner Bähr von der Kanzlei White & Case sieht "gute Fortführungschancen" für die Warenhauskette, vorausgesetzt der Immobilieneigentümer Dawnay Day senke die Mieten auf ein "marktübliches Niveau", ein Investor steige ein und die Mitarbeiter leisteten einen Sanierungsbeitrag.
"Unser großes Problem ist, dass Hertie nur Mieter der Häuser ist", sagte Bähr. Dawnay Day habe Hertie Mieten aufgebürdet, die nicht zu erwirtschaften seien. "Mit dieser Frage steht und fällt dieses Unternehmen." Bähr zufolge liegen die Mieten derzeit bei bis zu 20% des Umsatzes der Filialen, marktüblich seien 5%.
"Sollte eine Verständigung auf die Zahlung eines angemessenen Mietzinses bis Ende Februar nicht möglich sein, wäre die Schließung sämtlicher Hertie-Filialen unausweichlich."
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