Verkehr in der Kolonnenstraße und B-Plan Monumentenstraße
15.01.2011: Zwei Anträge der BVV-Fraktion zu Schöneberger Fragen
Die SPD-Fraktion hat zwei Anträge zur Sitzung der BVV am kommenden Mittwoch (19.01.2011) eingebracht, die sich mit Schöneberger Themen unseres Abteilungsgebiets befassen.
Ein Antrag greift die Situation in der Kolonnenstraße auf. Hier hat es in letzter Zeit zwei Veränderungen gegeben, auf die reagiert werden sollte.
Zum einen wurde die Fahrbahn in der Kreuzberger Dudenstraße von zwei auf einen Streifen verengt. An der Bezirksgrenze zu Tempelhof und Schöneberg verblieb es bei der bisherigen Verkehrsführung. Zum anderen ist mit der Inbetriebnahme der Wilhelm-Kabus-Straße der Verkehrsstrom gegenüber der Situation vorher deutlich verändert.
Dokumentation:
Verkehrsverlagerung in der Kolonnenstraße: Chancen nutzen!Das Bezirksamt wird ersucht gemeinsam mit den zuständigen Stellen ein Konzept für die Neuordnung des Verkehrs in der Kolonnenstraße für den Abschnitt zwischen der Wilhelm-Kabus-Straße und der Naumannstraße zu erarbeiten. Dabei ist das Flächenangebot für den Fließverkehr an die nun geringere Verkehrsbelastung in diesem Bereich anzupassen und auf je eine Fahrbahn pro Richtung zu reduzieren sowie Stell- und Ladeflächen für Anlieger und Gewerbetreibende auszuweisen. Die Links-Abbiegemöglichkeit in die Hohenfriedbergstraße ist wieder herzustellen. Es ist zu prüfen, ob Fahrrad-Angebotsstreifen im Anschluss an die neue Verkehrssituation in der Dudenstraße geschaffen werden können. Die bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zuständige Staatssekretärin ist in den Vorgang einzubinden. Begründung:Die BVV fasste auf ihrer Sitzung am 21.04.2010 in der gleichen Angelegenheit einen Beschluss und erhielt mit Datum vom 03.09.2010 eine Mitteilung zur Kenntnisnahme, die folgende Stellungnahme der Verkehrslenkung Berlin: „Es wird sicher Ihr Verständnis finden, dass über eine Neuordnung des Verkehrs in diesem ca. 400 m langen Abschnitt der Kolonnenstraße derzeit noch nicht entschieden werden kann, zumal insbesondere der momentan und künftig auch in der alten Naumannstraße verbleibende Ziel- und Quellverkehr der Schöneberger Insel nicht erfasst werden kann. Erst nachdem die neue Straße fertig gestellt ist und sich die Verkehrsabläufe eingespielt haben, kann nach einer dann durchgeführten signifikanten Verkehrszählung eine abschließende Prüfung durchgeführt werden. Vorab kann mitgeteilt werden, dass das gewünschte Linksabbiegen in die Hohenfriedbergstraße auf jedem Fall zwei Fahrstreifen in dieser Richtung der Kolonnenstraße voraussetzt.“ Mitte September 2010 wurde die Wilhelm-Kabus-Straße eröffnet. Das Verkehrsgeschehen hat sich eingespielt. Der Ziel- und Quellverkehr der Schöneberger Insel erweist sich als gering. Die Belastung der Kolonnenstraße ist merklich gesunken. Die von der VLB bereits im Vorfeld geforderte Beibehaltung von zwei Richtungsfahrspuren ist aus bezirklicher Sicht nicht erwünscht. Die Notwendigkeit von verkehrlichen Anpassungen zu Gunsten der Lebensqualität im Quartier ist offensichtlich und soll über die Einbindung der Staatssekretärin auch politisch bewertet werden. |
Ein weiterer Antrag befasst sich mit einem Bebauungsplan, der zwar Vorgaben für die städtebauliche Entwicklung im Ortsteil Schöneberg machen soll, aber in erster Linie Auswirkungen auf Kreuzberger Bürgerinnen und Bürger in der Eylauer Straße hätte.
Es geht um eine Bebauung im S-Bahn-Graben zwischen der Monumenten und der Kolonnenstraße. Die Sorgen der Kreuzberger Nachbarn werden unter anderem im Internet dokumentiert.
Dokumentation
Sonne für die Eylauer StraßeDas Bezirksamt wird ersucht, im Rahmen der Diskussion des Planungsvorhabens Duden- / Monumentenstraße, westlich der Eylauer Straße, mit dem Baukollegium der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung folgende Eckpunkte für die bezirkliche Positionierung einzubringen:
Über das Vorhaben hat sich seit dem Beschluss zur Drucksache 1503/XVIII („Bauvorhaben Monumenten- / Dudenstraße: Baukollegium hinzuziehen!“) im September 2010 eine breite öffentliche Diskussion entwickelt, die es erforderlich macht, dass die dabei mit den Bürgern entwickelten Kriterien in die Diskussion mit dem Baukollegium einfließen. Für die zukünftige Bebauung ist insbesondere auch die stadtklimatische Situation (bereits heute starke Überwämung des Bereichs, lt. Umweltatlas) zu beachten. |








