Spielplatz-Erneuerung im Nelly-Sachs-Park

07.05.2009: Bezirksamt stellt Umbaupläne vor

  
 

Spielplatz heutiger Zustand

Nachdem die Teilrodung des Nelly-Sachs-Parks vor 2 Jahren von vielen Anwohnern als Nacht- und Nebel-Aktion aufgefasst wurde, war die Kritik am Vorgehen und an der Informationspolitik des Bezirksamts zurecht heftig.

Diesmal wollte es das Grünflächenamt besser machen und lud gemeinsam mit dem Quartiersmanagement die Anwohner des Bülowbogens und der Kurfüstenstraße zur Vorstellung der neuesten Ideen zur Verbesserung des Spielplatzes im Park ein.

Etwa 30 Interessierte trafen sich am Mittwoch abend in der Luther-Kirche, die mittlerweile Heimat der American Church geworden ist.

Frau Gisela Gut erläuterte für das Quartiersmanagement, dass die Idee einer Umgestaltung auf eine Initiative einer Anwohnerin zurück ging und vom Quartiersrat positiv aufgegriffen worden sei. Es sei mit diesem Projekt gelungen 242.000€ aus dem Programm "Soziale Stadt" zu erhalten, die in einen Spielplatzumbau fließen könnten.

Der unter anderem für die Grünflächen im Bezirk zuständige Stadtrat Oliver Schworck (SPD) freute sich dann auch, dass der über die Jahre durch Verschleiß und Vandalismus unattraktiver gewordene Spielplatz nun grundlegend neu gestaltet werden kann.

  
 

Spielplatz-Planung in der Diskussion

Der Vorschlag des Bezirksamtes sieht vor, den Spielplatz für die Bedürfnisse von Kindern bis zu 12 Jahren herzustellen. Dabei soll vor allem auf deren Bewegungsdrang eingegangen werden, in dem es mit Baumhäusern, Kletter- und Hangelmöglichkeiten besondere Angebote geben soll, die eigene Motorik zu auszuprobieren. Ergänzt wird dies durch weitere Spielgeräte, eine Seilbahn und Buddelbereiche.

Zusätzlich zum heutigen Bestand sollen zwei neue Bäume gepflanzt werden.

Bei den Anwesenden trafen die Vorstellungen des Bezirksamtes weitgehend auf Zustimmung. Einige Eltern machten Vorschläge für zusätzliche Spielangebote, andere sorgten sich ein wenig um die Übersichtlichkeit des Geländes, um ihre Kinder im Auge behalten zu können. Wiederum andere fragten wie der Bezirk den Problemen Vermüllung, Hundekot, Drogenkonsum, Prostitution und Vandalismus entgegentreten wolle. Ob es nicht besser sei, das Geld statt in einen Spielplatz in eine Verstärkung der Sozialarbeit zu stecken. Das Bezirksamt antwortete, die Mittel seien zweckgebunden und müssten noch in diesem Jahr verbaut und abgerechnet werden, ansonsten könne gar nichts für den Park-Spielplatz geschehen und das Geld verfalle.

Das Spielplatz-Konzept wird in der kommenden Woche, am 14. Mai noch einmal im Präventionsrat Schöneberger Norden vorgestellt.

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